Gebäudeschadstoffe erkennen und verstehen – Schweiz & Liechtenstein
Asbest, PCB, PAK, Schwermetalle oder Radon – wir zeigen, welche Schadstoffarten in Gebäuden vorkommen und wie sie sicher erkannt und beseitigt werden.
Wenn Bauen zur Zeitreise wird
Viele Gebäude in der Schweiz und in Liechtenstein stammen aus einer Zeit, in der der Umgang mit gewissen Materialien selbstverständlich war – lange bevor man ihre gesundheitlichen und ökologischen Folgen kannte.
Heute wissen wir: Zahlreiche dieser Stoffe sind gesundheitsgefährdend oder umweltbelastend und dürfen nur unter klar definierten Auflagen behandelt oder entfernt werden.
Als Experten für Gebäudediagnostik und Schadstoffanalysen machen wir diese unsichtbaren Risiken sichtbar – damit Sie fundierte Entscheidungen treffen und Ihre Projekte sicher planen können.
Was sind Gebäudeschadstoffe überhaupt?
Unter Gebäudeschadstoffen versteht man Materialien oder chemische Verbindungen, die in Bauwerken verwendet wurden und sich als gesundheits- oder umweltgefährdend erwiesen haben.
Oft sind sie unsichtbar, fest im Baukörper gebunden oder erst beim Rückbau ein Risiko.
Typische Schadstoffe in Gebäuden:
- Asbest – früher als „Wunderfaser“ beliebt, heute streng verboten. Asbest steckt häufig in Bodenbelägen, Fassadenplatten, Dichtungen oder Isolationen.
- PCB (Polychlorierte Biphenyle) – in Fugenmassen, Farben oder Kunststoffen; langlebig und hormonaktiv.
- PAK (Polyzyklische Aromatische Kohlenwasserstoffe) – in Teer, Bitumen oder Parkettklebern; können krebserregend wirken.
- Holzschutzmittel – vor allem PCP oder Lindan; über Jahrzehnte in Dachstühlen und Holzkonstruktionen.
- Schwermetalle – etwa Blei, Cadmium oder Quecksilber in alten Farben, Leitungen oder Fensterkitt.
- Radon – ein natürlich vorkommendes, radioaktives Gas, das aus dem Boden ins Gebäude eindringen kann.
Warum sind Schadstoffe gefährlich?
Die Gefahr liegt oft in der Unkenntnis. Viele Schadstoffe setzen ihre Wirkung erst frei, wenn sie bearbeitet, gebohrt, geschliffen oder entfernt werden.
Dann gelangen Fasern, Staub oder Dämpfe in die Luft – und damit in die Atemwege.
Mögliche Folgen:
- Reizungen der Atemwege und Schleimhäute
- Chronische Lungenerkrankungen
- Allergien oder Hautreaktionen
- Krebs durch Langzeitexposition
- Umweltbelastung bei unsachgemässer Entsorgung
Schadstoffe gefährden nicht nur Bauarbeiter oder Bewohner, sondern auch die Umwelt, wenn sie falsch behandelt werden.
Wann ist eine Untersuchung sinnvoll oder vorgeschrieben?
Eine Schadstoffanalyse sollte immer dann durchgeführt werden, wenn:
- ein Umbau, Rückbau oder eine Umnutzung geplant ist,
- ein Gebäude vor 1990 erstellt oder umfassend renoviert wurde,
- Verdacht auf Schadstoffe besteht (z. B. durch Geruch, Materialalter, Farbgebung),
- ein Objekt verkauft oder neu bewertet werden soll,
- ein Arbeits- oder Wohnbereich auffällige Belastungen zeigt (Staub, Geruch, Schimmel, etc.).
Je früher eine Untersuchung erfolgt, desto besser lassen sich Risiken und Mehrkosten vermeiden.
Wie läuft eine Schadstoffanalyse ab?
Der Ablauf ist strukturiert, effizient und transparent:
Erstberatung & Verdachtsabklärung
Wir besprechen mit Ihnen die Gebäudestruktur, Baujahre und geplanten Arbeiten.
Probenahme vor Ort
Unsere Fachleute entnehmen gezielt Material- und Staubproben.
Laboranalyse
Die Proben werden in akkreditierten Partnerlaboren untersucht.
Bewertung & Gutachten
Sie erhalten ein vollständiges Schadstoffgutachten mit Befunddarstellung, Risikoeinschätzung und Handlungsempfehlungen.
Besprechung & Fachberatung
Wir erläutern die Ergebnisse und zeigen auf, welche Massnahmen bei Planung oder Entsorgung notwendig sind.
Das Ergebnis ist eine klare Grundlage für jede weitere Entscheidung – fachlich geprüft, rechtssicher dokumentiert und leicht verständlich aufbereitet.
Gesetzliche Grundlagen und Vorschriften
Sowohl in der Schweiz als auch in Liechtenstein gelten strenge Vorgaben zum Umgang mit Schadstoffen:
Schweiz: Bundesgesetz über den Umweltschutz (USG), Chemikalien-Risiko-Reduktions-Verordnung (ChemRRV), SUVA-Richtlinien und Asbestverordnung.
Liechtenstein: Umweltgesetz (LGBl), Abfallverordnung und Vorgaben des Amts für Umweltschutz (AFU).
Wir kennen die rechtlichen Rahmenbedingungen beider Länder genau und stellen sicher, dass unsere Gutachten und Konzepte diese vollständig erfüllen.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wann sollte ich mein Gebäude prüfen lassen?
→ Immer vor baulichen Eingriffen – besonders bei Objekten, die vor 1990 erstellt wurden.
Wie lange dauert die Analyse?
→ Je nach Umfang meist nur wenige Tage; das Ergebnis erhalten Sie in einem klar strukturierten Bericht.
Was kostet eine Schadstoffanalyse?
→ Die Kosten hängen von Grösse, Baujahr und Anzahl der Proben ab – wir erstellen Ihnen gerne eine transparente Offerte.
Wer trägt die Verantwortung?
→ Der Bauherr bzw. Eigentümer. Wir unterstützen Sie bei der gesetzeskonformen Umsetzung.
Wie erkenne ich Schadstoffe selbst?
→ Viele Schadstoffe sind unsichtbar – ein professionelles Gutachten ist die einzige verlässliche Methode.
Wissen schützt
Schadstoffe sind kein Grund zur Panik – aber ein Grund für Fachwissen.
Mit einer professionellen Analyse gewinnen Sie Sicherheit, vermeiden Risiken und schaffen eine solide Basis für Ihr Projekt.
Lassen Sie Ihr Gebäude prüfen – wir zeigen Ihnen, was wirklich drinsteckt, und begleiten Sie mit Erfahrung und Verantwortung.
